Hamburg. VW-Chef Matthias Müller will den Konzern mit der neuen „Strategie 2025“ stärker auf Ertragskraft trimmen. Mit dem Masterplan seines Amtsvorgängers Martin Winterkorn sei VW bei drei von vier Top-Zielen „gut gefahren“, sagte Müller vor Führungskräften. „Bei der Zufriedenheit unserer Kunden, beim Volumen und als Arbeitgeber haben wir die selbst gesteckten Ziele früher als geplant erreicht“, so Müller. „Eindeutig hinter unseren Ansprüchen zurückgeblieben sind wir hingegen bei der Rendite.“ Mit 6,5 Prozent im Geschäftsjahr 2015 hatte VW die Zielmarke von mehr als acht Prozent klar verfehlt.
Für sich und seine acht Kollegen vom Konzernvorstand hat Müller daher neue Aufgaben definiert. „Unser und mein Job ist es nicht, in die operative Feinsteuerung einzugreifen oder mich im Detail mit der Gestaltung der Produkte zu befassen“, so der VW-Chef. Vielmehr werde sich der Konzernvorstand dem „Heben von Synergien über Marken und Geschäftsfelder hinweg“ widmen. Damit kommt die VW-Führung einer Forderung der Aktionäre und des Kapitalmarkts entgegen.