Hamburg. Der Fahrzeughersteller Volkswagen hat in seinem Stammwerk Wolfsburg am ersten Wochenarbeitstag des Jahres die Serienfertigung des neuen Tiguan aufgenommen. Die zweite Generation des kompakten Geländewagens basiert erstmals auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) des Konzerns und gilt als ein potenzieller Verkaufsschlager, da sich vergleichsweise kleine und damit meist auch leichte sowie verbrauchsgünstige SUV in der Art von BMW X3 und Mercedes-Benz GLC weltweit wachsender Beliebtheit erfreuen. Vom Tiguan der ersten Version hatte VW seit 2007 insgesamt mehr als als 2,8 Millionen Einheiten montiert, davon gut 1,6 Millionen in Wolfsburg.
Wolfsburger Hoffnungsträger
Am Sitz der Konzernzentrale werden VW-Angaben zufolge "in den kommenden Monaten zunächst beide Generationen des Tiguan gleichzeitig produziert, im Jahresverlauf wird sich Wolfsburg aber schrittweise zunehmend auf die neue Produktgeneration fokussieren". Weiter heißt es in einer Mitteilung: "Um die bestehende hohe Kundennachfrage bedienen zu können, fertigt Volkswagen Osnabrück ab Frühjahr ergänzende Teilumfänge der ersten Generation". Mit einer 2017 am mexikanischen VW-Standort Puebla anlaufenden Langversion des Tiguan will der Autobauer in Nordamerika, wo "Dieselgate" dem Auslöser des Abgas-Skandals besonders schwer zu schaffen macht,neue Kunden ansprechen. In China soll der Tiguan perspektivisch erneut eine tragende Rolle im VW-Modellprogramm spielen.