Nach bislang ergebnislosen Verhandlungen mit der Unternehmensführung über einen Sozialtarifvertrag hat die IG Metall bei Ford in Köln die nächste Eskalationsstufe gezündet. Am Dienstagabend (1. April) begann die Nachtschicht mit einem Warnstreik.
Wie der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Benjamin Gruschka mitteilte, strömten am Abend 250 Mitarbeiter aus den Werkshallen. "Fast 100 Prozent der Nachtschicht waren draußen. Danke für die Unterstützung", teilte der Betriebsrat auf LinkedIn mit.
Nun sollen an drei Tagen hintereinander jeweils zu unterschiedlichen Zeiten Warnstreiks stattfinden. Einen kompletten Stillstand des Werkes, wie dies von verschiedenen Medien berichtet wurde, bedeute dies aber nicht, sagte ein Unternehmenssprecher der Automobilwoche.
Die IG Metall fordert für die derzeit noch rund 11.500 Mitarbeiter in Köln-Niehl einen Sozialtarifvertrag für den Fall einer Insolvenz des Autobauers in Deutschland. Der Betriebsrat hält dies inzwischen für möglich.