Detroit. Der deutsche Autobauer Opel hofft auf wichtige Geschäftsimpulse im Zuge der sukzessiven Einführung von OnStar, des Mobilitäts-Assistenten der Konzernmutter General Motors (GM). "Neben einer rundum kundenfreundlichen Angebotsoffensive, mit der wir uns deutlich vom Wettbewerb differenzieren, erwarte ich bei OnStar auch erhebliche Chancen zum Ausbau unserer Händlerbeziehungen", sagte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann bei einer Präsentation des Systems am GM-Hauptsitz im US-amerikanischen Detroit.
Im Gespräch mit Automobilwoche nannte Neumann einige Beispiele für die Stärkung der Hersteller-Händler-Achse. So ermögliche es OnStar etwa dem Autofahrer, im Falle eines kleineren Schadens an dessen Fahrzeug direkten Kontakt mit der nächstgelegenen Opel-Vertragswerkstatt aufzunehmen und das weitere Vorgehen schon aus dem Pkw heraus im persönlichen Gespräch mit Reparaturexperten abzustimmen. Sollte – nach einem größeren Malheur – gar der Bedarf an einem Abschleppwagen bestehen, kann auch dieser via OnStar bei einem Opel-Vertragspartner angefordert werden; entsprechende Services externer Dienstleister á la ADAC werden nicht mehr benötigt.
"In der Vernetzung unserer Modelle quer über alle Baureihen sehen wir enorme Vorteile entlang der gesamten Wertschöpfungskette", betonte Neumann in Detroit. "Mit OnStar macht Opel einen weiteren großen Schritt nach vorn". Konnektivität nimmt in der gesamten Autobranche rasant an Bedeutung zu. Vor Kurzem hatte VW-Konzernchef Martin Winterkorn in Berlin angekündigt, dass ab 2020 alle Fahrzeuge des Wolfsburger Mehrmarkenunternehmens mit Internetzugang angeboten werden sollen.