München. Ausgeklügelte Geschäftsideen rund um Konnektivität können auch Anwendern aus der Fahrzeugbranche wertvolle Impulse im Konkurrenzkampf verschaffen. "Wir als Autohersteller sehen Vernetzung als Wettbewerbsvorteil", sagte Peter Christian Küspert, Geschäftsführer Verkauf und Aftersales der Opel Group, Rüsselsheim, jüngst auf der Automobilwoche Konferenz. Als interne Leitlinie hierfür nannte die Führungskraft augenzwinkernd das Motto "Umparken in der Mobilität" – in Anlehnung an den aktuellen Opel-Claim "Umparken im Kopf" aus der Werbung.
Nach Analyse der deutschen Tochtergesellschaft von General Motors (GM) sind es dabei vor allem zwei Trends, die Mobilität im digitalen Zeitalter ausmachen. Zum einen, betonte Küspert, "werden vernetzte Fahrzeuge Teil des Internets der Dinge". Zum anderen, so der Opel-Manager, "sind Smartphones für Kunden das Tor zur Mobilität". Als konkretes Beispiel für aus diesen Erkenntnissen abgeleitete Konnektivitätskonzepte hob Küspert das Vernetzungssystem OnStar hervor, das GM bereits auf den wichtigen Märkten USA, Kanada, Mexiko und China betreibt und nun sukzessive bei Opel in Europa einführt.
Neben automatischer Unfallhilfe und einem Notfallservice können Opel- und OnStar-Kunden via Internetverbindung zwischen Call-Center und ihrem Fahrzeug unter anderem technische Diagnosen durchführen lassen und bestimmte Funktionen des Fahrzeugs über eine spezielle App auf ihrem Smartphone fernsteuern. Überdies bietet OnStar den Insassen entsprechender ausgestatteter Opel-Modelle die Möglichkeit, den Pkw als rollenden WLAN-Hotspot zu nutzen. "Opel OnStar ist der Schlüssel zur Kundenbindung", brachte Küspert zum Schluss seiner Ausführungen einen wesentlichen Vorzug der innovativen Konnektivitätslösung auf den Punkt.