Wer Tina Müller auf die Langfristwirkung des 2014 eingeführten Slogans „Umparken in Kopf“ anspricht, bekommt selbstbewusste Botschaften als Antwort. „,Umparken im Kopf‘ hat den Turnaround der Marke Opel überhaupt erst ermöglicht“, sagte die Marketingchefin des Rüsselsheimer Autobauers Opel jüngst der Automobilwoche. „Nach schwierigen Zeiten sind wir mittlerweile im vierten Jahr wieder auf Wachstumskurs.“ Doch nicht nur die Verkaufszahlen, auch die Ergebnisse verbesserten sich deutlich, fügte die Managerin an.
Die ersten neun Monate dieses Jahres etwa seien trotz der großen Belastungen durch den Brexit die besten der vergangenen 16 Jahre gewesen. Müller ist überzeugt: „Um das zu schaffen, war es wichtig, dass die Menschen sich wieder mit Opel als Alternative beschäftigen und Vorbehalte gegenüber unserer Marke abbauen. Da galt es, dicke Mauern einzureißen.“ Just diesen Prozess habe der Claim „Umparken im Kopf“ angestoßen. „Mit großem Erfolg, wie wir heute mit Stolz sagen können.“
Doch die Autowelt dreht sich rasch weiter – und mit ihr das große Rad, dass die deutsche GM-Tochtermarke im Marketing in Schwung gebracht hat. „Aktuell geht es vor allem darum, den Aufwärtstrend trotz des schwierigen Umfelds fortzuführen“, berichtet Müller. Opel stecke mitten in der größten Modelloffensive der Unternehmensgeschichte. Bis 2020 bringen die Hessen insgesamt 29 neue Modelle auf den Markt. „Nach der sehr erfolgreichen Einführung des Astra – Europas Auto des Jahres 2016 – und des Mokka X als Nachfolger unseres kompakten Erfolgs-SUV haben wir auch nächstes Jahr einiges in der Pipeline“, so die Marketingchefin. „Das gilt es mit maximaler Effektivität zu kommunizieren.“
Die neue Generation des Insignia etwa soll ab 2017 als Alternative zum Platzhirsch VW Passat angepriesen werden. Und der Crossland X muss als ideeller Nachfolger des eher betulich wirkenden Mervia auch werblich als cooles Gefährt dargestellt werden.