Die Roboter kommen von der US-Firma Apptronik, die in Austin, Texas, ihren Sitz hat und im Jahr 2016 gegründet wurde. "Nach vielen Jahren der Entwicklung wollen wir unseren Roboter aus dem Labor in die Welt bringen", sagt CEO Jeff Cardenas in Berlin.
Um die Partnerschaft zu vertiefen, investiert Mercedes einen "niedrigen zweistelligen Millionenbetrag“ in das Unternehmen. Apptronik versteht Apollo als "ein Werkzeug, das Leben und Arbeit der Menschen dramatisch verbessern kann". Neben der Autoindustrie soll Apollo auch in Lagerhäusern oder Logistikzentren, später auch im Bau oder bei der Fertigung von Elektronikteilen arbeiten.
Roboter in einer Montagefabrik für Autos sind keine Neuheit. 1971 kam laut Produktionschef Burzer bei Mercedes der erste Schweißroboter zum Einsatz. Eine ähnliche Revolution sei nun wieder zu beobachten. Vor allem der Karosseriebau ist heute weitgehend automatisiert.
Doch die stationären Roboter haben nur eine begrenzte Reichweite, agieren oft in einem Käfig, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu garantieren. Für Apptronik-Chef Cardenas liegen die Vorteile von Apollo auf der Hand: "Ein einziger Roboter kann viele verschiedene Aufgaben ausführen."