Neu ist die Anordnung der Pole. Die quaderförmigen Zellen werden wie Karteikarten jeweils mit der flachen Seite aneinandergereiht. Anders als bisher verbaut VW den Plus- und Minuspol nicht mehr oben auf der langen schmalen Seite, sondern links und rechts. Das verbessert das Thermomanagement, da die Zellen von oben und unten gekühlt werden können.
Die Wohlfühltemperatur ist entscheidend für die Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit von Elektroauto-Akkus. Auf der Unterseite ist zudem eine Art „Sollbruchstelle“, die im Brandfall ein kontrolliertes Entgasen der betroffenen Zelle ermöglicht – im besten Fall, bevor es zu einem thermischen Durchgang kommt, also dem Übergreifen auf benachbarte Zellen.
Noch nicht serienreif, aber in Arbeit ist das sogenannte Dry Coating – ein Gamechanger, wie es PowerCo-Chef Frank Blome nennt. Einfach erklärt: Eine Zelle ist aufgebaut wie eine Lasagne. Die einzelnen Metallfolien werden mit einer feuchten Paste, genannt Slurry, beschichtet, die getrocknet werden muss.
Beim Dry Coating mit einer Art Pulver entfällt dieser Schritt. Das spart Energie (circa 30 Prozent), Millionen von Euro und circa 15 Prozent benötigten Platz für die riesigen Öfen. VW will der erste Hersteller sein, der das Dry Coating für Anode und Kathode realisiert. Tesla schafft es bislang nur bei der Anode.