Und auch das Kfz-Gewerbe ist vorsichtig. In einem Positionspapier formuliert etwa der Zentralverband Karosserie und Fahrzeugtechnik (ZKF) Bedenken im Hinblick auf Teile-Zustand und -Garantie sowie Erträge. "Die wichtige Ersatzteilmarge für gebrauchte und Erstausrüsterersatzteile bei der Rendite muss vergleichbar bleiben", so der Verband.
Damit Werkstätten gebrauchte Teile anbieten, müssten deren Anbieter Garantien geben, meint Nikolic. Sorgen um die Qualität der Teile seien jedoch unbegründet. Es handle sich schließlich stets um Originalteile, die obendrein von professionellen Verwertern entnommen werden.
Auch Sorgen vor sinkenden Erträgen hält der Experte für unbegründet. Zwar seien die Umsätze niedriger, gleiches gelte aber auch für die Kosten. "Selbst wenn die Reparatur über einen Schadensteuerer läuft, werden die Erträge für Werkstätten stabil bleiben."
Michael Saitow geht sogar noch einen Schritt weiter: Weil gebrauchte Teile im Einkauf so viel günstiger seien, bestehe sogar die Chance auf eine bessere Handelsmarge als bei neuen Teilen.